12 Feb 2011

Gepostet von in Mond

Mondkrater

Ungefähr zur gleichen Zeit wie Sonne und Erde entstand der Mond. Einige Zeit später, nämlich vor ungefähr 4 Milliarden Jahren hatten sich aus kleinen Partikeln viele Asteroiden entwickelt, die aus dem Weltall mit einer Geschwindigkeit von 20 – 70 Kilometer pro Sekunde (30 – 200fache irdische Schallgeschwindigkeit) auf den Mond herabstürzten und somit im Bruchteil einer Sekunde einen mitunter mehrere hundert Meter tiefen Krater in die Oberfläche rissen. Durch den extremen Aufschlag verdampften sowohl der Meteorit als auch der Mondboden zum Teil, das zertrümmerte Gestein wurde auf die Umgebung verteilt und sogenannte Brekzien entstanden.

Die Mondkrater, die auf diese Weise entstanden und in den meisten Fällen kreisförmig sind,waren sehr lange Zeit unentdeckt und man hat sie zum ersten Mal gesehen, als man in der Lage war, mit einem Fernrohr den Mond zu betrachten. Dies muss ungefähr im Jahre 1610 zu Zeiten des Galileo Galilei gewesen sein, zu der das Fernrohr entwickelt wurde. Besonders gut sind diese Krater übrigens zu beobachten, wenn das Licht so steht, dass die Kraterwände – die zum Teil bis zu 5000 m hoch sind – je nach Durchmesser – eindeutige Schatten werfen. Dadurch liegen allerdings auch die Kraterböden im Schatten und man konnte lange Zeit nicht feststellen, wie tief diese Krater wirklich sind.
Durch die extreme Mondkrümmung würde ein Astronaut, der auf dem Kraterboden steht, den außenliegenden Wall unter Umständen gar nicht sehen können.

Allein auf der erdzugewandten Seite liegen circa 300.000 Krater, mit Durchmessern von mehr als einem Kilometer. Ungefähr 40.000 Mondkrater kann man von der Erde aus sehen. Die größten unter ihnen haben einen Durchmesser von bis zu 270 km. Mann nennt sie Wallebenen; diejenigen mit 20 – 100 km Durchmesser heißen Ringgebirge. Der Boden dieser Mondkrater ist meistens relativ glatt. Die größten unter den Mondkratern haben sogar eigene Namen: beispielsweise Archimedes oder Grimaldi. Oder auch der Krater Kepler, der nach dem Wissenschaftler Johannes Kepler benannt wurde.
Vermutlich gibt es auf dem Mond kein Wasser und schon gar keine Luft, was zur Folge hat, dass diese Krater nach Millionen von Jahren immer noch genau gleich aussehen.
Der Kraterboden beinhaltet meist noch mehrere kleine Krater, die von späteren Meteoriteneinschlägen herrühren. Mondkrater, die sogenannte meist radikal angeordnete Sekundärkrater haben, nennt man übrigens Kraterketten. Davon sind ungefähr verschiedene 20 bekannt.

Nach dieser Zeit sind auch noch vereinzelte Krater auf der Erde entstanden, beispielsweise in Kanada der Vrdefort-Krater und in Südafrika der Sudbury Krater– beide vor circa 2 Millionen Jahren mit etwa 250-300 km Durchmesser.Die meisten Krater auf der Erde jedoch sind durch Erosion und Sedimentation im Laufe der Zeit wieder verschwunden oder die Meteoriten sind schon vorher in der Atmosphäre verglüht. Auch andere Planeten wie Mars und Merkur besitzen viele Einschlagskrater.

Kurz nach der Entdeckung der Mondkrater, also um 1610, begann man damit, die Mondkrater zu kartieren und in Atlanten festzuhalten. Ab 1870 konnte man dann in großen Sternwarten bereits Fotografien von Mondkratern erstellen. Heutzutage wird die Vermessung mittels Raumsonden und modernster Technologien durchgeführt.

Weitere nützliche Informationen:

  1. Mond