17 Mrz 2011

Gepostet von in Apollo-Programm, NASA

Apollo 7 – das erste Rendevouz im All

Am 11. Oktober 1968 startete der Flug der Apollo 7 – der ersten erfolgreichen bemannten Raumfahrtmission in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Apollo 7 umkreiste die Erde sieben Tage lang, insgesammt 163 mal. Die Besatzung bestand wie auch schon beim ersten Versuch mit Apollo 1, welcher leider unglücklich endete, aus drei Personen: Walter Schirra, der die Mission führte, Donn Eisele als Pilot des Kommandomoduls sowie Walter Cunningham. Diese Crew sollte die Apollo 1 ursprünglich fliegen, wurde dann jedoch – zu ihrem Glück – zur Ersatzmannschaft erklärt. Das Hauptziel dieser Mission war zu prüfen, wie sich die Änderungen am Kommandomodul und dem Servicemodul des Apolloraumschiffes auswirken würden und wie die Mannschaft den Flug überstehen würde. Außerdem sollte die Datenübertragung zur Erde und wieder zurück getestet werden. Apollo 7 sollte auch fähig sein, Rendevous durchzuführen, das heißt, dass das Raumschiff nach einer Trennung wieder mit der Trägerrakete verbunden können sollte. Denn seit den Fehlern beim Flug von Apollo 6 wurde viel verbessert. Die Crew sollte die Maßnahmen zur Lebenserhaltung, die neue Antriebstechnologie sowie das neue Kontrollsystem prüfen.

Der Flug von Apollo 7 brachte der NASA zahlreiche neue Informationen zum Raumfahrt.

Vom Abflug bis zur Landung verlief die gesamte Mission ohne nennenswerte Probleme. Apollo 7 war ein großartiger Erfolg für die NASA und unterstützte die Bestrebungen, endlich Menschen auf dem Mond landen zu lassen, was erstmal 1969 durch Apollo 11 gelang. Die Triebwerke der Rakete hatten keine Fehlfunktionen, alle technischen Operationen verliefen reibungslos. Innerhalb von 10 Minuten erreichte die Rakete die Erdumlaufbahn. Man könnte sagen, dass es während dem ganzen Flug 8 perfekte Zündungen gab.

Die Aufenthaltskabine war zwar groß, dennoch konnten sie der Crew für diese elf langen Tage keinen Komfort bieten. Sicherlich war auch dies einer der Gründe, dass es nach kurzer Zeit zu Spannungen zwischen den Astronauten und den Mitarbeitern der NASA im Kommandozentrum kam. Sie hatten nur miserables Essen und unglücklicherweise bekam auch der Kommandant Schirra einen schweren Schnupfen mit dem er wenig später auch die beiden anderen Astronauten ansteckte. Aufgrund der Schwerelosigkeit mussten sich die Astronauten nun ständig die Nase putzen. Sie wollten den Flug aufgrund der starken Unannehmlichkeiten abbrechen, dies wurde von der Flugleitung jedoch strengst untersagt. Durch die Erkrankung litt auch ihre Reputation und so durften sie an keiner späteren Apollomission mehr teilnehmen. Abgesehen von diesem Mangel jedoch verlief die Mission nahezu perfekt und alle geforderten Ziele konnten erreicht werden. Das Kommandomodul wurde drei Monate nach der Mission bei der Amtseinführung von Präsident Richard Nixon von der NASA ausgestellt und wird seit dem durch verschiedene Museen zur Ausstellung gereicht.

Mit Apollo 7 war auch erstmals in der amerikanischen Raumfahrtgeschichte eine Fernsehkamera mit an Bord und so kam es zu einer Liveübertragung aus dem Weltall. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man dies aus Gewichtsgründen immer gestrichen.

Der Erfolg dieser Mission zeigte, dass es sehr bald möglich sein sollte, auf dem Mond zu landen. Und das Wettrennen mit dem sowjetischen Raumfahrprogramm ging langsam in die Endphase ein. Durch den Flug von Apollo 7 konnte sehr viel wertvolle Erfahrung gesammelt werden. Zum Beispiel wurden von nun an auch die Astronauten verstärkt in die Missionsplanung mit einbezogen.

Ein Video zu Apollo 7