9 Mai 2011

Gepostet von in Apollo-Programm, NASA

Apollo 17 – der letzte bemannte Flug zum Mond

Apollo 17 war der letzte Flug zum Mond, der im Rahmen des Apollo-Programms statt fand. Seit 1965 rekrutierte die NASA Wissenschaftler, die zum Mond fliegen sollten. Doch da spätere Flüge aus finanziellen Gründen gestrichen werden mussten, konnte bislang kein einziger Wissenschaftler mitfliegen. Dies änderte sich mit dem Start von Apollo 17, wo zum ersten und auch letzten mal ein Mondgeologe zum Mond fliegen sollte. Gleichzeitig war es der letzte bemannte Flug zum Mond.

Der Flug von Apollo 17 war der letzte bemannte Flug zum Mond

Am 7. Dezember 1972 startete Apollo 17 vom Kennedy Space Center in Florida, wo auch schon die vorherigen Flüge gestartet wurden. Auf dem Weg zum Mond schossen die Astronauten viele Fotos, unter anderem auch das der berühmten Blue Marble – einer Aufnahme der Erde, auf der sie komplett zu sehen ist. Die Mondlandung war die östlichste im Apollo-Programm, als Zielort wurden die Taurusberge im Mare Serenitas ausgewählt. Am 11. Dezember landete die Mondlandefähre Challenger erfolgreich auf dem Mond.

Die Crew von Apollo 17

Eugene Cernan, der auch schon beim Flug von Apollo 10 an Bord war, leitete diese Mission. Mit ihm betrat Harrison Schmitt als erster Geologe den Mond. Er erhielt vorher eine spezielle Ausbildung, die ihm das Überleben auf dem Mond sichern sollte. Während der Arbeiten auf dem Mond blieb Ronald Evans in der Kommandokapsel, die voller Patriotismus America getauft wurde. Diese drei Astronauten brachten die größte Menge an Mondgestein mit zur Erde, 110 Kilogramm, die auf dem Mond an verschiedenen Stellen gesammelt wurden. Wie auch schon bei Apollo 15 und Apollo 16 wurde hier ein Mondauto mitgeführt, welches dieses mal jedoch mit Batterien betrieben wurde. Bei Apollo 17 wurden alle vorherigen Rekorde gebrochen, was die Zeit von Außeneinsätzen auf dem Mond, die Dauer der Mondlandung sowie die Missionsdauer insgesamt angeht. Die EVAs dauerten 22 Stunden, fast einen gesamten Tag also. Auf dem Mond waren die Astronauten 75 Stunden und die Apollo 17 Mission dauerte 301 Stunden.

Auf dem Mond wurden einige Experimente durchgeführt, so auch ein ALSEP aufgestellt, welcher mit Atomenergie betrieben wurde. Bei der Fahrt mit dem Mondauto gab es wie immer Probleme. Dieses mal war jedoch nicht die Lenkung defekt, sondern ein Teil der Radabdeckung. Somit wirbelte den Astronauten das Regolith vor ihre Masken, was die Sicht stark behinderte. Mit Mondkarten und Klebeband wurde eine provisorische Abdeckung gebaut. Am ersten Tag wurden nur einige Bodenproben entnommen. Am zweiten Tag fand Schmitt kleine orange Kügelchen aus einem glasähnlichen Stoff, eine bis dahin unbekannte Entdeckung auf dem Mond. Am dritten Tag wurden wieder zahlreiche Bodenproben aus Mondkratern geborgen und schließlich mit zur Erde geführt. Während dieser Zeit umkreiste Evans mit der America den Mond auf einer ähnlichen Bahn wie Apollo 15. So konnten viele tektonische Merkmale festgestellt werden, zum Beispiel zum Aufbau der Mondkruste. Doch über den Mondkern konnte man bis zu diesem Zeitpunkt nur Vermutungen anstellen.

Schmitt verließ als letzter Mann den Mond, den bis zu diesem Zeitpunkt auch kein Mensch mehr betreten hat. Während dem Rückflug von Apollo 17 wurde noch ein Außenbordeinsatz durchgeführt, bei dem Evans über eine Stunde außerhalb von Apollo 17 verbrachte. Auch wurden nach dem Start vom Mond noch einige Sprengladungen gezündet, wobei die Seismographen die Mondbeben aufzeichneten. Am 19. Dezember 1972 wasserte die Crew von Apollo 17 im pazifischen Ozean und beendeten damit eine erfolgreiche Raumfahrtmission.

Apollo 17 Video

Spekulationen um Apollo 18

Es gibt zahlreiche Verschwörungstheorien um die Mondlandungen, unter anderem gibt es auch Spekulationen, dass der Flug von Apollo 18 statt gefunden hat. Angeblich wurde sie jedoch vertuscht, da außerirdisches Leben zur Erde zurückgebracht wurde. Diese Idee greift auch der Film Apollo 18 auf, über den ich schon berichtet habe.